Die richtige Gartenbewässerung

Die richtige Gartenbewässerung

Die richtige Gartenbewässerung

Sommer über 30 Grad ! Der Juli hat so gut wie keinen Niederschlag gehabt. Die Ernten der Bauern verbrennen auf den Feldern. Die Luft flimmert in der Hitze und die Kraft der Sonne lässt den Boden schnell austrocknen. Jetzt wird besonders deutlich, wie lebenswichtig Wasser ist für Menschen wie für Pflanzen. Gießen wird nun zum täglichen Ritual.

Im Hochsommer ist regelmäßiges Gießen im Garten und auf dem Balkon angesagt. Die Sümo gibt Hobbygärtnerinnen und -gärtnern Tipps, wie sich die Arbeit erleichtern lässt und Wasserverbrauch und -kosten möglichst gering gehalten werden.
Wer es einrichten kann, gießt am frühen Morgen oder am späten Abend oder nutzt per Bewässerungscomputer den effizientesten Gießzeitpunkt um vier Uhr nachts. Mittags verdunstet durch die starke Sonneneinstrahlung ein Großteil des Gießwassers direkt an der Erdoberfläche und gelangt nicht an die Wurzeln. Auch am Abend sind der Boden und die Luft noch stark aufgeheizt.

Der Intervall sowie die Wassermenge ist individuell und abhängig von der Lage des Gartens und dessen Erdbeschaffenheit. Ein Bewässerungscomputer kann hier idealerweise Unterstützen. Er wird direkt am Wasseranschluss angebracht und mit dem Gartenschlauch verbunden. Am Schlauchende können nun diverse Sprinkler für den Rasen oder Schlauchregner damit gesteuert werden und es bleibt mehr Zeit für andere Arbeiten im Haus und Garten oder einfach freie Zeit für die Familie und Freunde. Lassen Sie sich dazu ausführlich von einem Sümo Fachhändler beraten, welche Pumpen und Bewässerungscomputer für Ihren Garten am besten geeignet sind.

Kurzfristige Trockenzeiten verträgt ein strapazierfähiger Rasen ohne Probleme. Die Grashalme verkraften die sommerliche Hitze jedoch besser, wenn man ihn im Hochsommer nur auf der höchsten Stufe mäht. Wichtig ist auch, den Rasen gleichmässig zu bewässern.

Viel und regelmässige Bewässerung ist insbesondere nötig bei:

* Rasen im Schatten von Gehölzen (Bäume und hohe Sträucher sind Nährstoff- und Wasserräuber)
* Trockenem, rissigem oder sandigem Boden
* Rasen und Beeten mit wenig Speichervolumen z.B. über Tiefgaragen oder Dachterrassen
* Stauden und Halbsträucher, die viel Wasser benötigen (z.B. Hortensien)
* Frischgepflanztes in den ersten zwei Jahren
* Vollsonniger und/oder windiger, exponierter Lage
* Rasen an sonniger Lage


Grundsätzlich ist nicht so gut, ständig ein wenig zu gießen, sondern besser, weniger oft und dafür ausgiebig.
Dadurch werden die Wurzeln angeregt, in die Tiefe zu wachsen und werden dadurch kräftiger und widerstandsfähiger.
Die Gießmenge ergibt sich aus der Blattgröße. Je größer die Blätter, desto höher der Wasserbedarf.

Bewässerungstipps für Gemüse und Topfpflanzen

* Topfpflanzen brauchen häufiger Wasser, da sie wenig Erde umgibt, die dieses speichert.
* Blumen in kleinen Töpfen kann man ab und zu tauchen (so lange ins Wasser halten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen).
* Bei empfindlichen Pflanzen das Wasser durch einen Tontopf langsam in die Erde sickern lassen.
* Mediterrane Pflanzen kommen auch mit wenig Feuchtigkeit aus.
* Gemüse und Blumen benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.
* Bereits angewachsene Pflanzen benötigen weniger, aber dafür tiefere Bewässerung.
* Keimlinge oder Blumen, die frisch gepflanzt wurden, sollten in den ersten Wochen täglich gegossen werden.
* Pflanzen benötigen generell im Sommer (während der Wachstums- und Blütezeit) viel, im Herbst wenig und im Winter in der Regel kaum Wasser.

Darüber hinaus kann man die Bodenbeschaffenheit des Gartens beeinflussen, sollte er zu trocken sein. Einfach großzügig Kompost und ca. 0,5 bis 1 kg Bentonit ( ein Tonmineral-Mehl ) pro 1qm in die Erde einbringen. Dadurch kann der Boden das Wasser und die Nährstoffe viel besser binden und in der Erde speichern.