Heckenschere Kaufberatung

Heckenschere Kaufberatung

Elektrische Heckenschere, Akkuheckenschere, Benzinheckenschere oder die klassische manuelle Heckenschere - welche Heckenschere ist die Richtige? Hier entscheiden Anwendungsfall und örtliche Begebenheiten über die erforderliche Technik und Ausstattung.

Im Spätsommer und im Herbst melden sich die Hecken im Garten und verlangen nach einem Rückschnitt. Zu beachten ist dabei vor allem, das nach § 39 BNatSchG in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September nur Formschnitte erlaubt sind. Radikale Heckenrückschnitte oder gar das komplette Entfernen einer Hecke darf in dieser Zeit nicht durchgeführt werden. Für viele Gartenbesitzer stellt sich die Frage, welche Heckenschere benötige ich für meinen Garten. Hier eine kleine Hilfe bei der Produktauswahl.

Technologien

Manuelle Heckenscheren

Die klassische manuelle Handschere eignet sich nur für sehr kleine Hecken und Büsche im Garten. Sie hat den Vorteil, dass der Anwender den Schnitt am besten kontrollieren kann. Liebhaber von Motivformschnitten werden daher zumindest bei der Feinarbeit nicht um den Einsatz einer Handschere herumkommen. Wer sich für eine manuelle Heckenschere entscheidet, sollte vor dem Kauf die Leichtgängigkeit der Schere prüfen. Auch eingebaute Dämpfer heben den Schnittkomfort.  Bei der Messerform spalten sich die Meinungen. Die einen schwören auf Scheren mit Wellenschliff, da bei diesen die Äste nicht so leicht wegrutschen und einfacher geschnitten werden können - die anderen bemängeln, dass das Nachschärfen einer manuellen Heckenschere mit Wellenschliff deutlich aufwändiger ist. Für die Hecke selbst ist der Schnitt mit der manuellen Schere der beste. Unschöne beschädigte Blätter, die dann an den Rändern austrocknen, lassen sich beim Schneiden mit der manuellen Schere am besten vermeiden. Gerade bei jungen Hecken oder Büschen kann also durchaus die manuelle Heckenschere die erste Wahl sein.

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Elektrische Heckenscheren, kabelgebunden

Auch heute noch ist die kabelgebundene Elektroheckenschere bei Privatanwendern die häufigste Variante. Sie sind verhältnismäßig preiswert und aufgrund der robusten Elektromotortechnik sehr langlebig. Der Nachteil ist das notwendige Mitführen des Kabels, so das ein Einsatz einer kabelgebundenen elektrischen Heckenschere immer mit einem recht großen logistischen Aufwand verbunden ist. Vor allem bei größeren Hecken oder bei Hecken, die nicht ohne weiteres über das Stromnetz erreichbar sind, beginnt das Heckeschneiden mit dem Zusammensuchen und Verlegen von Kabelrollen und Verlängerungskabeln. Empfehlenswert sind kabelgebundene Heckenscheren also vor allem dort, wo eine Hecke in überschaubarer Größe und nahe der Stromversorgung geschnitten werden soll.

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Akkubetriebene Heckenscheren

Den Akkuheckenscheren gehört die Zukunft. Sie sind leise, aufgrund der Entwicklung der Akkutechnik leistungsstark und überall einsetzbar. Der etwas höhere Preis der Akkuheckenschere gegenüber der kabelgebundenen Variante ist schnell verschmerzt, da der Zeitaufwand für das Handling der Verlängerungskabel entfällt. Akkuheckenscheren gewinnen auch immer stärker an Bedeutung im gewerblichen Einsatz. Gerade in Wohngebieten eignen sich die Geräte aufgrund ihrer besseren Umweltbilanz und der geringeren Lärmbelästigung. Viele Kommunen schreiben daher heute schon für öffentlich ausgeschriebene Pflegearbeiten, zum Beispiel auf Spielplätzen oder in Parkanlagen den Einsatz von Akkugeräten vor.

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Benzinbetriebene Heckenscheren

Bis zur Entwicklung der Akkuscheren bot sich dem Anwender zur kabelgebundenen, elektrischen Heckenschere nur die benzinbetriebene Variante an. Auch heute wird sie vor allem im gewerblichen Bereich oder von Privatanwendern mit sehr großen Gärten benutzt. Der Vorteil ist in der Regel die größere Motorkraft - der Nachteil die Lautstärke des Gerät und der nicht so wartungsarme Motor. Wer eine benzinbetriebene Heckenschere favorisiert, sollte zumindest Spezialkraftstoffe verwenden, die eine bessere Ökobilanz für die Maschine bewirken.

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Lange Messer oder kurze Messer

Heckenscheren, egal, welcher Motorisierung, werden mit unterschiedlichen Messerlängen angeboten. Grundsätzlich sollte man denken, je größer die Hecke, desto länger sollte das Messer sein. Allerdings ist das auch eine reine Handlingsfrage. Eine Heckenschere zum Beispiel mit einem 70 cm langen Messer verspricht zwar eine deutlich schnellere Arbeit, aber sie ist auch wesentlich schwerer zu führen. Daher sollte vor dem Kauf auf jeden Fall ein Besuch im Fachgeschäft anstehen, um so eine Maschine einmal selbst in die Hand zu nehmen. Ist die Heckenschere für den Benutzer zu lang und damit schwerer zu führen, neigt man bei der Schnittarbeit dazu, die Maschine "einfach in die Hecke fallen zu lassen". Das geht zwar schneller, aber dient nicht immer dem formschönen Ergebnis der Hecke. Hier ist nicht selten ein etwas kürzeres Messer, das sich vom Anwender noch planvoll führen lässt, die bessere Alternative. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte beim Kauf daher vielleicht im ersten Schritt nicht über 60 cm Schnittlänge hinausgehen.

Aststärken beachten

Die meisten Gartenbesitzer haben maximal eine oder zwei Hecken. Gewerbliche Anwender rüsten ihre Heckenscheren in der Regel mit unterschiedlichen Schnittgarnituren aus, um die Maschine den jeweiligen Begebenheiten anzupassen. Eine gute Heckenschere sollte Äste bis etwa 20 mm Stärke ohne größere Anstrengung schneiden. Die schneidbare Astdicke wird neben der Motorleistung durch den Abstand der Zähne an der Messerschneide bestimmt. Sind die Äste zu stark oder die Heckenschere zu schwach, kommt es zu Messerklemmen - das Messer schneidet den Ast also nicht, sondern dieser verklemmt sich zwischen den Messerzähnen. Das ist nicht nur hinderlich bei der Arbeit, sondern auch nicht ganz ungefährlich, da ein solcher "Klemmer" dazu führen kann, dass die Heckenschere aus der gewollten Bewegungsführung ausbricht. Hier sollte ebenfalls vor dem Kauf beim Fachmann erklärt werden, welche Hecken mit welchen Aststärken man in Zukunft mit dem neuen Gerät schneiden möchte, um auch tatsächlich eine geeignete Heckenschere zu erwerben.

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Sicherheit geht vor

Hecken haben den optischen Reiz, in die Höhe zu wachsen - dieser Umstand bedeutet aber für den Gartenbesitzer zwangsläufig, das er in der Höhe schneiden muss. Hier birgt sich ein oft unterschätztes Sicherheitsrisiko. Auf dem Gartenstuhl stehend, über Kopf schneidend, hat sich die Idee, die eigenen Hecke zu kürzen, nicht selten zu einem Unterfangen mit unangenehmen Folgen für den Anwender erwiesen. Als Tipp: Halten Sie ihre nicht  gestartete Heckenschere einfach einmal mit ausgestreckten Armen über den Kopf und schauen Sie, was passiert. Zumeist schon nach sehr kurzer Zeit bemerken Sie, das Sie die Kontrolle über die Heckenschere verlieren. Auch das Heckeschneiden von einer Leiter aus sollte man in der Regel lieber einem Profi überlassen. Schlechte Standfähigkeit der Leiter oder die Bequemlichkeit, von einem Leiterstandort aus so weit wie möglich zu agieren, ist eine der häufigsten Unfallursachen beim Heckeschneiden. Noch brenzliger wird es, wenn Familienangehörige zum Leiterhalten abgestellt werden. Diese befinden sich dann oft außerhalb der Sicht des Heckenschneiders, aber nicht außerhalb der Erreichbarkeit der Heckenschere. Wir empfehlen beim Einsatz von Heckenscheren grundsätzlich entsprechende Schutzbekleidung. Ein Sicherheitshelm und ein Gesichtsschutz sollten beim Einsatz auch einer Heckenschere eine Selbstverständlichkeit sein. Ihr Sümo-Fachhändler vor Ort berät Sie auch hierzu.