Herbstlaub sinnvoll verwenden

Herbstlaub - wohin damit ...

Die Bäume und Sträucher werfen jetzt immer mehr Blätter ab in einigen Gärten so viel, dass die Gartenbesitzer das Laub aus Platzmangel einfach mit dem Hausmüll entsorgen. Aber dafür ist es eigentlich viel zu schade. So können Sie es sinnvoll weiterverwenden.

Den Rasen sollte man auf jeden Fall laubfrei halten. Die bedeckten Stellen werden sonst gelb. Mit dem Rasenmäher geht das weit einfacher als mühsam mit der Harke. Weiterer Vorteil: Das Laub wird auch gleich zerkleinert und mit dem Rasenschnitt vermischt. Dies ist eine gute Basis für die spätere Verrottung auf dem Komposthaufen. Selbst auf dem Hof kann der Rasenmäher als "Laubsauger" eingesetzt werden. Allerdings sollte der Boden unbedingt eben sein, damit der Mäher nicht mit dem Schneidwerk aufsetzt.

Herbstlaub ist guter Dünger

Laub enthält weniger Stickstoff als viele andere Grünabfälle im Garten. Daher führt die Kompostierung von Laub, gleich, ob im Kompostbehälter oder in einer offenen Miete, zu einem vergleichsweise stickstoffärmeren Kompost, der sehr gut für die Langzeitdüngung verwendet werden kann. Besonders geeignet für die Kompostierung ohne vorherige Aufbereitung, etwa durch Häckseln, sei das gut verrottende Laub von Obstbäumen, Eschen, Weiden, Birken.

Schwer zersetzende Laubarten wie Eichen-, Walnuss- oder Platanenlaub benötigen längere Zeit zur Kompostierung. Werden sie jedoch zuvor gehäckselt, sind auch diese Laubarten gut kompostierbar,  Gerade der meist niedrigere pH-Wert von Kompost aus schwer zersetzbarem Laub, eignet sich insbesondere zum Mulchen und zur Bodenverbesserung. Damit werde auch eine nachhaltige Verbesserung der Bodenstruktur erreicht. Die Anwendung von stickstoffarmen Kompost im Garten hätte zudem den Vorteil, dass unerwünschte, stickstoffliebende Unkräuter, wie zum Beispiel Giersch oder Brennnessel, etwas besser aus den Anpflanzungen fern gehalten werden.

Zerkleinerte Blätter können gemeinsam mit etwas Gartenkalk in den Komposter gegeben werden. Eine Schicht von bunten Herbstblättern schafft die optimalen Bedingungen, um den Kompostiervorgang voranzutreiben. Die Mikroorganismen vermehren sich nämlich am besten in einigermaßen trockener und warmer Umgebung. Nach der Zersetzung können Sie den Kompost als Dünger für Ihre Blumen verwenden. Das ist einfach, günstig und Sie sparen eine ganze Menge Platz in der Biotonne!

  • Zum Kompostieren nicht geeignet ist Laub, das entlang stark befahrener Strassen anfällt. Es enthält Schwermetalle, welche sich nicht abbauen und im Kompost oder schliesslich im Gartenboden wieder auftauchen. 


Bepflanzt man das Laub im Komposthaufen mit stark zehrenden Gewächsen werde dem Kompost zusätzlich Stickstoff entzogen. Zudem sorgen die Blätter der Bepflanzung für Beschattung und einen gewissen Regenschutz. Abdecken müsse man den Komposthaufen auch ohne Bepflanzung nicht, sofern der Standort gut gewählt ist. Ideal sei ein halbschattiger, windgeschützter Platz unter Bäumen, die etwas Regen abfangen. Wichtig sei auch ein guter Bodenanschluss, damit Bodentiere wie Asseln oder Regenwürmer in den Kompost gelangen können. Sie helfen, das Material in wertvollen Kompost umzuwandeln.

Laub Komposter einfach selber machen

Sind die Beete bereits mit Laub abgedeckt und alle Kompostbehälter voll? Dann kaufen Sie im Baumarkt einfach ein paar Meter Maschendraht von der Rolle und verbinden Sie Anfang und Ende mit einem Stück Blumendraht. So entstehen mit wenig Aufwand geräumige Drahtkörbe, die im Garten aufgestellt werden und als Laubspeicher dienen. Durch das Gewicht und die langsame Verrottung sackt die Füllung langsam ab, so dass bald nach der ersten Füllung wieder Platz für neue Blätter ist.