Ist Ihr Rasen noch zu retten?

Trockenen Rasen regenerieren

Die lange Trockenperiode dieses Jahres hat vielen Rasenflächen so stark geschadet, dass ohne einen Eingriff kaum Aussicht besteht, dass sich die Rasenpflanzen wieder erholen. Idealerweise hätte man vorausschauend schon zu Beginn des Sommers durch eine ausreichende und durchdringende Bewässerung den Schäden vorbeugen können. Als Faustregel gilt: 10 - 20 l pro Quadratmeter am frühen Morgen oder am späten Abend. Das wäre in diesem Jahr allerdings eine Empfehlung gewesen, die über die vielen Monate kaum zu realisieren gewesen wäre. Daher mussten die meisten Gartenbesitzer die Trockenperiode einfach aussitzen.

Was tun mit dem Rasenschaden dieses Jahres?

Bei braunen und gelben Flächen, die sich jetzt wohl auf den meisten Rasenflächen zeigen, liegt ein Trockenheitsschaden vor, der sich nicht zeitnah von alleine wieder behebt. Daher muss der Gartenbesitzer jetzt reagieren und seinem Rasen "auf die Sprünge helfen", damit er sich über den Winter erholen kann.

1. Ausharken und abgestorbene Gräser entfernen

Verbleibt das trockene Material auf der Rasenfläche, drohen Verfilzung und Pilzerkrankungen. In diesem Zuge sollte auch der Boden gelockert werden. Aerifizieren und Vertikutieren ist die Basis für eine erfolgreiche Nachsaat auf den betroffenen Flächen.

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2. Düngen und Nachsäen

Achten Sie darauf, robuste Rasensorten zu wählen. Nicht jeder Boden ist für die klassischen Spiel- und Sportrasen geeignet. Oft lohnt der Griff zu einem Premiumrasen, da dieser deutlich bessere Keimquoten aufweist und auch eine höhere Dichte im Wuchs erreicht. Düngen erleichtert dem Rasen die Regeneration. Auch beim Düngen muss darauf geachtet werden, das zur richtigen Jahreszeit der richtige Dünger verwendet wird. Die Zusammensetzung bei Herbstdünger ist eine ganz andere als bei Frühjahrsdünger. Hersteller wie z. B. Cuxin und WOLF Garten haben genau für die Rasenregeneration ausgelegte Mischungen im Angebot, damit sich Ihr Rasen zeitnah wieder erholen kann. Wer ganz sicher gehen möchte, welche Rasensorte und welcher Dünger sich am besten für den eigenen Rasen eignet, kann vorab eine Bodenanalyse erstellen lassen. Viele Fachhändler bieten diesen Service an. Wer nur stellenweise seinen Rassen ausbessern muss oder im Spätherbst noch aussähen möchte, sollte in jedem Fall zu einer Nachsaat greifen. Diese Samen keimen deutlich schneller als normale Rasensamen.

3. Der richtige Zeitpunkt

Rasen keimt ab 8 Grad, die Temperaturen sollten auch relativ konstant sein. Ideale Keimtemperaturen für Rasensamen liegen zwischen 15 und 25 Grad. Daher empfiehlt sich besonders das Frühjahr für größere Rasenprojekte. Aber auch jetzt im Oktober reichen die Keimzeiten zumeist noch aus, damit der Rasen stark genug wird, um auch den nahenden Winter zu überstehen.