Mähroboter im Winterquartier

Mähroboter überwintern beim Sümo Fachhändler vor Ort

Im Spätherbst heißt es für den Mähroboter - ab in die Winterpause. Was Sie dabei beachten müssen.

Mähroboter sind aufgrund ihrer verbauten Elektronik und der Akkutechnik keine Freunde des Winters. Spätestens mit einsetzendem Nachtfrost sollte der Rasenroboter sein trockenes, frostfreies Winterquartier beziehen. Dazu sind ein paar Vorbereitungen notwendig, um eine problemlosen Wiedereinsatz im kommenden Frühjahr zu gewährleisten.

Warum muss der Mähroboter ins Winterquartier

Das ist ganz einfach zu beantworten. Ein Mähroboter unterscheidet sich von Maschinen mit Verbrennungsmotor oder kabelgebundenen Elektomotoren durch die verbaute Elektronik. Nicht nur die Akkuleistung leidet unter der Kälte, sondern vor allem Feuchtigkeit, die in mitteleuropäischen Breitengraden ein natürlicher Begleiter des Winters ist, kann bei einem Mähroboter zu zerstörerischen Korrosionen im Akku und an den verbauten Elektronikplatinen führen. Da bei Temperatur unter 5 Grad das Rasenwachstum sowieso aussetzt, besteht auch keine Notwendigkeit, den Roboter winterlichen Wetterbedingungen auszusetzen.
Vor der Wintereinlagerung sollte der Mähroboter noch einmal gründlich gereinigt werden. Gerade nach einem trockenen Sommer hat Staub den Weg ins Innere des Roboters gefunden. Staub ist neben der Kälte und Feuchtigkeit ein weiterer Feind von elektronischen Bauteilen. Bei der Reinigung sowohl des Mähwerkes als auch des Gehäuses wird häufig mit Wasser gearbeitet. Das sollte man bei einem Mähroboter allerdings nur sehr bedingt machen. Das Gehäuse  und das Mähwerk mit einem feuchten Tuch abzuwischen, ist kein Problem. Mit Wasserschlauch oder gar Hochdruckreiniger darf ein Mähroboter nicht gereinigt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, beauftragt einen Fachbetrieb mit der Reinigung und Inspektion des Roboters. Dort wird auch ein Softwarecheck und gegebenenfalls ein Update der Software durchgeführt. Einen Satz neue Messer sollte man dem Roboter zur nächsten Saison ebenfalls gönnen.

Auch die Ladestation sollte winterfest gemacht werden

Im Idealfall sollten Sie die Ladestation ebenfalls abbauen und ins Trockene holen. Sie ist zwar witterungsresistenter als der Mähroboter, aber auch hier ist eine Platine verbaut. Sofern die Ladestation zum Beispiel durch eine Mährobotergarage geschützt ist, kann die Ladestation gegen Frost gesichert werden. Das erreicht man auch, wenn der Trafo eingesteckt bleibt. Die Stromversorgung der Ladestation erzeugt Wärme, die wiederum Frostschäden an der Platine vorbeugt. Allerdings hat die Wärme in der Ladestation einen unerfreulichen Nebeneffekt. Nicht nur Elektronik überwintert in den Gärten, sondern auch sehr viele Tiere. Vor allem Insekten wie Ameisen finden sehr schnell heraus, das es sich in der warmen Mährobotergarage deutlich stressfreier überwintern lässt. Diese Untermieter können ebenfalls Schaden an der Station anrichten.
Sofern die Ladestation abgebaut wird, ist zu beachten, das die getrennten Anschlüße der verlegten Kabel geschützt werden. Hier reicht es im Normalfall, die Kabelenden mit Isolierband zu umwickeln und zum Beispiel durch einen Plastikbeutel vor Nässe zu schützen. Sinnvoll ist es, vor dem Trennen die Kabel zu markieren, um sich im Frühjahr den Wiederanschluß zu erleichtern.

Mähroboter überwintern beim Sümo Fachhändler vor Ort
Wenn die Ladestation im Garten verbleibt, idealerweise in einer Robotergarage.

Die Einlagerung des Mähroboters

Das Wichtigste neben der Reinigung des Mähroboters ist die sichere Überwinterung des Akkus. Dieser sollte vor der Einlagerung auf mindestens 75 % und höchstens 90 % geladen, sofern es sich um einen Roboterakku mit Lithium-Ionen Technik handelt. Diese Akkus sollten nicht auf 100 % geladen werden. Über den Winter muss der Akkustand des Roboters auch ab und zu kontrolliert werden. Eine völlige Entleerung eines Lithium-Ionen-Akkus verkürzt dessen Lebensdauer. Für die meisten Mähroboter mit dieser Akkutechnik bieten die Hersteller Ladekabel an, um den Roboterakku auch ohne Einsatz der Ladestation aufzuladen. Das ist in dem Falle sinnvoll, wenn die Ladestation selbst im Garten überwintert.

Neben den Robotern mit Lithium-Ionen Akkus sind auch weitere Akkutypen im Umlauf.Roboter zum Beispiel der Marken Robomow und Wolf Garten sind mit Lithium-Eisenphosphat Akkus ausgestatet, die eine deutliche geringere Entladung versprechen. Bei Robotern mit Lithium-Eisenphosphat-Akku dürfte sich über den Winter keine Nachladenotwendigkeit ergeben.

Nur sehr selten sind in Mährobotern auch Nickel-Metallhydrid-Akkus verbaut. Diese reagieren deutlich sensibler auf Ladeschwankungen und bedürfen einer größeren Obacht über den Winter.

Grundsätzlich wichtig für die Lagerung von Akkus, egl welcher Art ist, das sie waagerecht geladert werden. Die Idee, den Roboter schön ordentlich an einen Haken in der Garage zu hängen, sollte man verwerfen - am besten den Roboter so abstellen, wie er auch in Funktion steht.

Der Fachbetrieb bietet Wintereinalgerungen an

Wem die Wintereinlagerung seines Mähroboters zu aufwändig ist, sollte sich an seinen Fachhändler vor Ort wenden. Die meisten Fachbetriebe bieten eine Wintereinlagerung inklusive der notwendigen Roboterinspektion an.

Mähroboter überwintern beim Sümo Fachhändler vor Ort
Die meisten Sümo Fachhändler vor Ort bieten die Einlagerung von Mährobotern über den Winter an.