Rasenmäher - welcher ist der Richtige? - Kaufberatung

Rasenmäher - welcher ist der Richtige? - Kaufberatung

Noch sind wir mitten in der Rasenmähsaison 2017 und viele Gartenbesitzer stellen fest, das der vorhandene Rasenmäher die Saison wohl doch nicht mehr durchhalten wird. Da bietet sich bei vielen Fachhändlern eine gute Gelegenheit an, gerade in diesem Jahr noch einen neuen Mäher anzuschaffen. Viele Fachhändler räumen nämlich jetzt ihre Ausstellungen für das Herbst- und Winterprogramm und bieten daher Ausstellungsstücke und Vorführmodelle mit Abverkaufsrabatten an.

Doch mit dem Angebot an vielen unterschiedlichen Mähertypen stellt sich für den Gartenbesitzer auch regelmäßig die Frage, was für ein Gerät für den eigenen Garten am Besten in Frage kommt. Daher hier einmal eine kleine Übersicht zur Entscheidungshilfe.

Für sehr kleine Rasenflächen unter 50 qm, zum Beispiel Vorgärten, Randstreifen, das Rasenstück an der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz eignen sich Spindelmäher, Elektromäher bis 32 cm Schnittbreite (wenn Stromversorgung gewährleistet), Akkumäher bis 32 cm Schnittbreite.

Der Spindelmäher, vor 50 Jahren noch ein Gartengerät, das in jedem zweiten Haushalt mit Garten zu finden war, ist mehr oder weniger aus der Rasenpflege verschwunden. Dennoch hat er seine Berechtigung, denn der große Vorteil des Spindelmähers ist die absolute Unabhängigkeit von Energiequellen und die nahezu unverwüstliche Konstruktion. Zudem hat der Spindelmäher auch noch ein gewisses Fitnesspotential für den Anwender. Der Spindelmäher eignet sich allerdings nur für Rasenflächen, die auch regelmäßig geschnitten werden, langes oder nasses Gras mag der Spindelmäher nicht. Eine Version mit Fangkorb sollte es nach Möglichkeit auch sein, um sich das Zusammenrechen des Grasschnittes zu ersparen.

Spindelmäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Al-ko Spindelmäher mit Fangkorb für sehr kleine Flächen mit kurzem Rasen

Kleine, kabelgebundene Elektromäher eignen sich vor allem dann, wenn erstens ein Stromanschluß leicht zugänglich ist und die Rasenfläche nicht allzuviele Hindernissse beherbergt. Das "Mitschleppen" des Kabels kann auf Dauer anstrengender und aufwändiger sein als das Mähen selbst. Die Vorteile der kleinen Elektromäher: Sie sind verhältnismäßig leise, leicht und daher auch einfach zu manövrieren, nahezu wartungsfrei und in der Regel auch als Markengerät recht preiswert. Zudem erspart sich der Besitzer eines Elektromähers, die zum Beispiel bei einem Benzinmäher notwendigen Betriebsmittel vorzuhalten.

Elektromäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Sabo Elektromäher kabelgebunden - ideal für kleinere, offene Rasenflächen.

Die Alternative zum kabelgebundenen Elektromäher ist der akkubetriebene Elektromäher. Durch die sehr gute Entwicklung der Geräteakkus, die gegenüber Geräten aus den Anfangsjahren dieses Jahrtausend enorm an Leistung und Ladekapazität zugenommen haben, werden mittelfristig diese Geräte die kabelgebundenen Maschinen ablösen. Auch preislich haben sich die akkubetriebenen Mäher zu Gunsten des Endverbrauchers entwickelt. Die Vorteile des Akkumähers entsprechen denen des kabelgebundenen Gerätes, hinzu kommt, dass das Mäher dadurch komfortabler wird, weil erstens keine Steckdose erreichbar sein muss und beim Mähen kein Kabel die Arbeit stört.

Akkumäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Wolf Garten Akkumäher - elektrisch Rasenmähen ohne lästiges Kabel

Für Rasenflächen bis ca 150 qm sind die Elektro- und Akkumäher erste Wahl, hier eventuell mit einer etwas größeren Schnittbreite (36 - 40 cm). Auch diese Maschinen sind noch leicht und verhältnismäßig platzsparend unterzubringen. Sie eignen sich zum Beispiel auch dann, wenn der Rasenmäher seinen Warteplatz auf den nächsten Einsatz im Keller verbringt.

Für Rasenflächen bis 250 qm eignen sich Elektro- und Akkumäher ab 40 cm Schnittbreite, kleinere Benzinrasenmäher und auch der Mähroboter kommt hier ins Spiel. Auch die Überlegung, bei einem handgeführten Rasenmäher eine Version mit Radantrieb zu kaufen, ist ab dieser Größe berechtigt, um sich das Rasenmähen so komfortabel wie möglich zu gestalten. Durch den anfallenden Grasschnitt sollte eventuell auch bedacht werden, dass der anzuschaffende Rasenmäher über eine Mulchfunktion verfügt. Wer es sich ganz bequem machen möchte, wird seinen Fokus auf einen kleinen Mähroboter richten. Hier bieten Markenhersteller bereits Geräte um die 1000 Euro an, allerdings muss zum Kaufpreis noch die fachgerechte Installation zugerechnet werden, die der Fachhandel beim Verkauf von Mährobotern in der Regel mit anbietet. Beim Kauf eines Mähroboters lohnt sich auch die Anschaffung einer Mährobotergarage, da die Maschine während der Saison im Freien verbleibt.

Mähroboter beim Sümo Fachhändler vor Ort
Mähroboter, hier ein Husqvarna erobern Gärten ab ca 250 qm

Bei Rasenflächen bis 500 qm übernehmen immer häufiger die Mähroboter das Zepter. Mit zunehmendem Zeitaufwand für das Rasenmähen möchten immer mehr Gartenbesitzer die Pflege der Rasenflächen komplett an den autarken Roboter übergeben. Der Markt hält hier eine Vielzahl von Robotern bereit, in deren technischen Beschreibungen auch zumeist eine Empfehlung hinsichtlich der Flächenleistung enthalten ist. Grundsätzlich sollte der Anschaffung und Installation des Mähroboters eine umfangreiche Beratung vorausgehen, um die Eignung des jeweiligen Gartens für den Mähroboter zu überprüfen. Steigungen, Beete, Teiche, viele Bäume, Wege, Pflasterflächen innerhalb der Mähzone können für einen Mähroboter problematisch werden. Der Fachhändler vor Ort kann diese örtlichen Begebenheiten aus seiner Erfahrung einschätzen und einen Roboter mit entsprechenden Ausstattungen und Leistungsmerkmalen anbieten. Bis 500 qm bieten sich zudem leistungsstarke Akkumäher mit Antrieb, vereinzelt auch noch kabelgebundene Elektromäher mit Antrieb (wobei hier die notwendige Kabelmitführung schon fast diese Geräteart ausschließt) sowie Benzinmäher mit Antrieb an. Der Benzinmäher besitzt nach wie vor den Vorteil, das die Leistungsentfaltung der Benzinmotoren von elektrischen Geräten in der Regel nicht ganz erreicht wird. Der Nachteil ist der höhere Wartungsaufwand, die lauteren Motoren und die Notwendigkeit, Benzin und Motoröl vorzuhalten. Benzinmäher sind auch schwerer. Eine Schnittbreite von mindestens 46 cm sollten handgeführte Maschinen bei Rasenflächen dieser Größe haben. Auch hier ist das Vorhandensein einer Mulcheinrichtung eine sinnvolle Ausstattung.

Benzin Rasenmäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Benzinrasenmäher, hier ein Honda-Mäher, überzeugen durch Leistung und Kraft

Bei Rasenflächen bis 1000 qm fallen die kabelgebundenen Elektromäher endgültig aus den Optionen der möglichen Mähtechniken heraus. Erste Wahl ist hier der Mähroboter, sofern die örtlichen Verhältnisse eine sinnvolle Installation zulassen. Da mit der Größe des Gartens auch meist die Aufteilung vielschichtiger wird, kann es sein, dass ein Mähroboter, auch wenn mehrere Mähbereiche gespeichert und eingerichtet werden können, an seine Grenzen stößt. Soll, zum Beispiel auf einer größeren Hauptrasenfläche ein Roboter eingesetzt werden, kann hier ein zusätzlicher kleiner handgeführter Mäher für die problematischen Flächen für Abhilfe sorgen. Die Entscheidung für das kleine Zusatzgerät ist vor allem dann interessant, wenn die Kosten für die Installation einer kleinen Teilfläche zu aufwändig wären. Mit zum Zuge kommen bei Flächen bis zu 1000 qm Benzinmotormäher mit Radantrieb und einer Schnittbreite über 50 cm und, sofern ebene Flächen, kleinere Aufsitz- und Reitermäher.

Aufsitzmäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Minirider, Reitermäher und kleinere Aufsitzmäher, hier ein MTD, ideal für größere, ebene Rasenflächen

Bei Rasenflächen bis 2000 qm ändern sich meistenfalls die Anfordernungen an die Mähtechnik, da hier häufig Kombinationen aus zum Beispiel Ziergarten und Nutzgarten vorliegen. Eine Obstwiese zum Beispiel, die selten gemäht werden soll, sehr uneben ist und eben mit reichlich Baumbestand hat ein ganz anderes Anforderungsprofil an den dafür zu verwendenden Rasenmäher. Hier kommen häufig Rasentraktoren zum Einsatz, da vom Anwender noch zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel ein Anhänger gewünscht werden.

Rasentraktoren beim Sümo Fachhändler vor Ort
Rasentraktoren, hier ein Stiga Modell, sind universell einsetzbar und flexibel

Obstwiesen sind auch nicht zwingend optimal für Mähroboter, die schon einen gewissen gleichmäßigen Untergrund benötigen, um ihre Mähaufgabe ordentlich und zuverlässig zu erfüllen. Auch zu hohes Gras oder zu kräftiger Wildwuchs können den Einsatz eines Roboters ausschließen. sofern das Mähen solcher Kombinationen Rasenflächen / Wiesen mit einem Gerät gemeistert werden sollen, kommen dann eben nur Rasentraktoren, sehr starke handgeschobene Mäher mit variablem Antrieb oder eventuell sogar reine Mulchmäher zum Einsatz.

Mulchmäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Mulchmäher, hier ein AS-Motor, erübrigen die Grasschnittentsorgung

In dem Produktsegment für sehr große Rasenflächen berherrschen nach wie vor Geräte mit Benzinmotor den Markt. Zwar gibt es bereits einige Spezialmaschinen oder auch Frontmäher, die mit Akkutechnik arbeiten, aber hier wird es wahrscheinlich erst in den kommenden Jahren eine entsprechende Produktvilefalt geben.  Bei reinen Zierrasenflächen in dieser Größe empfehlen sich Mähroboter, Aufsitzmäher, Frontmäher oder Rasentraktoren.

Frontmäher beim Sümo Fachhändler vor Ort
Komfortabel und variabel - Frontmäher, hier ein Cramer mit zusätzlichem Anhänger

Bei Rasenflächen über 2000 qm verlassen wir zumeist den privaten Bereich. Sport- oder Parkanlagen, Grünbereiche auf Firmengeländen oder ähnliche Einsatzzwecke können, je nach Gelände und Untergrund mit Rasentraktoren, sehr großen Mährobotern oder Spezialmaschinen gemäht werden. Bei solchen Anwendungszwecken empfiehlt sich in jedem Fall eine umfangreiche Beratung beim Fachhändler vor dem Kauf, um die notwendigen Funktionen und Ausstattungen des zukünftigen Mähers zu ermitteln.

Grossflächen Mähroboter beim Sümo Fachhändler vor Ort
Mähroboter für die Großfläche - hier ein Etesia, für Parks oder Sportanlagen