Wasser marsch! Tipps für die Gartenbewässerung

Wasser marsch! Tipps für die Gartenbewässerung

Niemand leidet gerne Durst - die Pflanzen in Ihrem Garten erst recht nicht! Bei länger anhaltender Hitze und Trockenheit sollte regelmäßig bewässert werden. Die Möglichkeiten der Bewässerung sind vielseitig und richten sich nach der Gartengröße und der Art der Bepflanzung.

Generell gilt für die Bewässerung:

1. Mit dem Gießen nicht zu lange warten. Ihre Pflanzen lassen wegen Dauertrockenheit die Köpfe hängen, der Rasen zeigt braune Stellen? Dann ist es fast zu spät. Warten Sie nicht zu lange, sondern beginnen Sie bei Trockenheit und hoher Hitze ab drei Tagen Dauer mit der Bewässerung Ihrer Pflanzen. Bei der richtigen Bewässerung spielt auch der Boden eine große Rolle. Sandige, steinige Böden können Wasser schlechter speichern als es Lehmböden können. Auch bei der Pflanzenauswahl kann der Gartenbesitzer schon vorbeugend gegen das Vertrocknen seiner Pflanzen mitwirken. Im Idealfall sollte beim Anlegen von Beeten oder beim Kauf von Sträuchern der Fachmann befragt werden. Welche Pflanze paßt am besten zum gegebenen Boden und zum regionalen Klima.

Pflanzen gießen bei Trockenheit - Gartentipp auf Suemo.de
Das Gießen von Pflanzen im Topf oder im Freiland ist ein großer Unterschied.

2. Den richtigen Zeitpunkt für das Gießen wählen und regelmäßig gießen. Die meisten Fehler beim gießen basieren auf der Feststellung - "die sehen aber trocken aus - schnell mal gießen." Sind Ihre Pflanzen bereits zu sehr ausgetrocknet - ist es zu spät, da hilft es dann auch nicht, jetzt mal schnell die doppelte Menge Wasser zu geben. Auch der Zeitpunkt des Gießens sollte klug gewählt sein. Kaltes Wasser in der heißen Mittagssonne stellt für Pflanzen buchstäblich einen Schock dar, durch den Lupen-Effekt der Wassertropfen können sogar Blätter und Grashalme verbrennen. Wässern Sie daher am besten frühmorgens. Warum Sie nicht abends gießen sollten, lesen Sie weiter unten im Gartentipp.

3. Seine Pflanzen muss man lesen können. Wenn eine Pflanze einmal bei großer Hitze die Blätter hängen lässt, ist das nicht zwingend ein Indiz für zu große Trockenheit. Sie stellen sich dann einfach auf die Temperatur ein und lassen die Blätter hängen, um die von der Sonne beschienene Oberfläche des Blattes zu verringern. Wer jetzt zur Gießkanne greift und reichlich wässert, der gibt folgende Information an seine Pflanzen weiter: Es regnet und wird kühler. Die Pflanze wird dann ihre eigenen Schutzfunktionen vor Hitze abschalten. Was die Pflanze in diesem Moment nicht weiß - die Versorgung mit Wasser von den Wurzeln her wird ausbleiben, weil das Gießwasser im warmen Boden oder direkt an der Oberfläche bei Hitze sehr schnell verdunstet. Ein klares Indiz auf Wassermangel ist, wenn eine Pflanze am frühen Morgen immer noch die Blätter hängen läßt. Dann muß definitiv gegossen werden.

Als goldene Regel für Pflanzenbewässerung im Freiland gilt:

einmal pro Woche ca 10 - 15 Liter pro Quadratmeter - bei sehr trockenen, heißen Perioden die Wassermenge erhöhen. Ein Indiz für ausreichendes Wässern ist, wenn der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann.

4. Pflanze ist nicht gleich Pflanze und hat entsprechend auch einen völlig individuellen Wasserbedarf - Flachwurzler wie z. B. Rasen, müssen häufiger, aber dafür weniger intensiv gegossen werden. Ein intakter Rasen übersteht in unseren Breitengraden den Sommer recht gut - hier gilt es aber auch, während der Hitzeperioden den Rasen nicht ganz so kurz zu schneiden. Tiefwurzler benötigen seltener Wasser - dann allerdings muß gewährleistet sein, daß das Wasser auch die tief liegenden Wurzeln erreicht. Hier sind Gartensprenger ideal - der Schwall aus der Gießkanne gibt das Wasser zu schnell ab - bei sandigen Böden beispielsweise versickert das Wasser schneller als es die Pflanze aufnehmen kann.

Kärcher Bewässerungssysteme beim sümo Fachhändler vor Ort
Verteiler, wie hier von Kärcher, helfen beim kontrollierten Bewässern.

Eine besondere Behandlung verlangen Topfpflanzen. Diese können nicht auf Vorrat gegossen werden, da die Aufnahmekapazität des Topfes begrenzt ist und die Wurzeln der Pflanze dem Wasser nicht "hinterherwachsen" können. Wenn dann mehr Wasser gegeben wird, als die Pflanze im Moment benötigt, steht sie zu nass. Wurzelfäule ist dann oft die Folge. Faule Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und transportieren, die Pflanze sieht dann also aus, als fehle ihr Wasser, was ja auch stimmt, Wer dann weiter nachgießt, beschleunigt den Faulprozeß und das Absterben der Pflanze. Um eine schon kranke Pflanze zu retten, hilft nur, sie aus dem Topf zu nehmen und mit dem Ballen auf saugfähiges Papier zu stellen, damit der Wurzelbereich trocknen an. Erst wenn die Pflanze neue Wurzeln ausbildet, sollte hier wieder gegossen werden.


Gerade Topfpflanzen sollte man in der Trockenzeit gut im Auge behalten.

Wasser tut nicht nur den Pflanzen gut ...

Die meisten Gartenbesitzer gießen abends - das ist praktisch und man denkt ja auch, wenn es nicht mehr so heiß ist, ist das gut für die Pflanzen. Gießen sollte man am frühen Morgen. Erstens zeigen Pflanzen den Wasserbedarf, wie schon oben erwähnt, nach der kühleren Nacht deutlicher an. Zum anderen aber gibt es auch weniger begehrte Gartengäste wie zum Beispiel Schnecken, für die sich ein am Abend reichlich gegossener Garten als idealer Lebensraum präsentiert. Auch Pilzkrankheiten lieben es kühl und feucht.

Gießkanne oder Bewässerungssystem ?

Vor allem aus dem Urlaub in wärmeren Regionen kennt man Bewässerungssysteme, bei denen die Wasserzufuhr für die Pflanzen sehr kontrolliert erfolgen kann. Es wird weder vergessen, zu gießen noch erreicht die falsche Menge Wasser die Pflanze zur falschen Zeit. Gerade bei größeren Gärten oder sehr artenreichen Gärten mit Pflanzen unterschiedlichsten Wasserbedarfs kann ein kontrolliertes Gießen gegenüber Schlauch oder Kanne ein Vorteil sein, da man nur einmal programmieren muß, wann wieviel gegossen wird.

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Am einfachsten funktioniert die kontrollierte Bewässerung mit einem Automaten.

Auch beim Wasser selbst sollte man nicht nur an die Energieversorgerrechnung, sondern auch an die Pflanzen denken. Am besten eignet sich Regenwasser, da es in unseren Breitengraden eigentlich ausreichend vorhanden ist und erfreulicherweise auch umsonst geliefert wird. Der Handel bietet vielerlei Lösungen an, um das Regenwasser aufzufangen und zu speichern.

Tauchpumpen beim Sümo Fachhändler vor Ort
Für Zisternen, Brunnen oder Regenfässer eignen sich Tauchpumpen, hier eine Al-ko Tauchpumpe.

Tauchpumpen oder Gartenpumpen helfen dann dabei, das Wasser komfortabel zur Pflanze zu bringen. Wer auf Frischwasser aus der Leitung zurückgreifen muß, sollte auch dieses zuerst in Fässer oder Zisternen füllen und ihm dann eine Ruhezeit gönnen, bevor es im Garten zum Einsatz kommt.

In jedem Falle lohnt sich vor der Veränderung des Bewässerungssystems ein Weg zum Fachmann - der Sümo Fachhändler vor Ort kennt sich mit Pumpen und Bewässerungsautomaten aus, zumeist hat er auch Erfahrung in der Gartenpflege - und .. eine Gießkanne hat er meistens auch im Programm ... den Sümo Fachhändler vor Ort in Ihrer Nähe finden Sie hier.