Weg von der Wegwerfgesellschaft

Billiggeräte verursachen mehr Schrott. Qualität sorgt für Nachhaltigkeit.

Gedanken „in Sachen Nachhaltigkeit“ von Elmar Mai   

Die Hiobs-Botschaften in den Medien überschlagen sich: Klimaerwärmung, Insektensterben, Dieselabgase, Mikroplastik im menschlichen Körper, dramatischer Rückgang von Wirbeltieren um nur die aktuellsten zu nennen.

Elmar MaiOb das nun Panikmache und völlig übertrieben ist oder ein ernst zu nehmendes Thema, darüber streiten die „Experten“ aus Politik und Wirtschaft heftig. Wissenschaftler kommen in dieser Diskussion leider nur selten zu Wort geschweige denn zu Gehör. In dieser Situation ist die Gesellschaft mehr als nur verunsichert, wie die jüngste politische Situation mit recht radikalen Strömungen unschwer erkennen lässt - weltweit. Das Vertrauen in eine objektive Informationspolitik ist offensichtlich nachhaltig gestört.

Ich möchte an dieser Stelle keine politische Diskussion entfachen und schon gar nicht polarisieren. Aber es sind Fakten, die keiner übersehen kann. Als gelernter Biologe und Journalist mit über 40 Jahren Berufserfahrung konnte ich mir zu vielen dieser Themen eine eigene Meinung bilden, zumal das Journalistenleben einem Türen öffnet, die wohl den meisten Bürgern verschlossen bleiben. Und hinter so mancher Türe erfährt man dann sehr detailliert Fakten, die kaum an die Öffentlichkeit dringen, die es aber unbedingt sollten, weil sie es wert sind. Einige davon möchte ich in dieser Serie an Sie weitergeben.

Worum geht es mir dabei? Als Biologe, der schon von Kindesbeinen an mehr in der Natur als am Schreibtisch zu finden war, habe ich ein sehr differenziertes Bild zur Ökologie entwickelt. Dabei bezeichne ich mich jedoch nicht als den „klassischen Naturschützer“, dem ja auch immer etwas „ewig Gestriges“ anhaftet (zu Unrecht!), sondern als einen kritischen Betrachter der Veränderungen unserer Umwelt, was mir zunehmend Sorgen bereitet. Der Spruch mancher Umweltaktivisten „Es gibt nur eine Erde“ ist leider wahr. Und zu meinem Beruf gehört, sich mit vielen Missständen und Fehlentwicklungen zu befassen, aber auch mit Lösungsansätzen. Und genau diese Lösungsansätze habe ich mir zum Thema gemacht - zukunftsorientiert. Der Sammelbegriff meiner Aktivitäten steht unter dem Motto Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist mittlerweile in aller Munde und leider eine Art Modewort geworden. Wer diesen Begriff jedoch ernst nimmt, muss sich über vieles Gedanken machen. Nicht, dass er jetzt alles ändern und alles neu machen muss, sondern kritisch über das nachdenkt, was er gerade tut. Kritisch hießt dabei nicht automatisch selbstquälerisch, sondern einfach nur bewusster und verantwortungsvoller.

Den Begriff Nachhaltigkeit haben nicht etwa Werbetexter von großen Lebensmittelketten erfunden, sondern Förster. Dort hat man erkannt, dass ein Wald nur dann auf Dauer stabil bleiben kann, wenn man pro Zeiteinheit immer nur so viel entnimmt, wie im gleichen Zeitraum wieder nachwächst. Das ist logisch und einsichtig. Und diese Weisheit gilt für alles, nicht nur für den Wald. Auch das sollte logisch und einsichtig sein. Wir müssen also weg von der Wegwerfgesellschaft. Und da sind wir beim Thema. Eine meiner dunkelsten Stunden im Journalistenleben war ein Termin bei einem „großen Tier“ einer großen Baumarktkette. Angesprochen, ob der Konzern nicht Vorreiter beim Vertrieb von nachhaltigen Produkten werden wollte, bekam ich allen Ernstes zur Antwort „Wenn Sie die Welt verbessern wollen, warum sind Sie bei mir und nicht beim Papst?“ Hier hat man nichts verstanden, gar nichts!

Die „Großen“ sind also noch nicht so weit, wie es scheint, trotz vieler Lippenbekenntnisse. Auch, wenn es dort vereinzelt ein Umdenken gibt, allerdings noch sehr zögerlich. Umso erfreuter war ich, als ich von der SÜMO angesprochen wurde, ob ich nicht meine Aktivitäten hier einbringen möchte. Eine kritische Analyse hat schnell erbracht, dass die SÜMO den richtigen Weg eingeschlagen hat und so fiel die Antwort leicht. Hier finde ich die Idee der Nachhaltigkeit schon weit fortgeschritten umgesetzt. Denn Qualitätsprodukte, worauf die SÜMO ja setzt, kommen diesem Gedanken sehr nahe. Qualität heißt bewusstere Auswahl von Rohstoffen, durchdachtere Konstruktionen, stabilere und daher langlebigere Verarbeitung sowie die Bereitstellung von Ersatzteilen über einen längeren Zeitraum, um die eingesetzte Energie und die verwendeten Rohstoffe möglichst lange zu nutzen. Alles Kriterien, welche der Idee Nachhaltigkeit entgegenkommen. Nachhaltigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf eine punktuelle Verbesserung, darunter versteht man vielmehr die Kette aller Faktoren, die nur so stark ist, wie das schwächste Glied. Nachhaltigkeit beginnt also beim ersten Gedanken und endet bei der endgültigen Entsorgung, sie betrifft den gesamten Weg eines Produktes, also auch Transport und Lagerung. In einer komplexen Welt ist es für einen Kunden fast unmöglich, alles zu durchschauen. Da braucht es den Rat und die ehrliche Beratung von Spezialisten vor Ort, eine der Säulen der SÜMO-Philosophie. Auch der bereitwillige und kompetente Service im Laden erspart oft lange Transportwege zum Werk und zurück und schont Ressourcen.

Billiggeräte lassen sich kaum reparieren.
"Billiggeräte lohnen sich nicht, sie reparieren zu lassen."

Das Maß für Nachhaltigkeit ist der sogenannte „Fußabdruck“. Momentan sind wir noch weit davon entfernt, ihn gegen Null zu steuern. Zu lange wurde zu sorglos gewirtschaftet, die Ressourcen schienen ja unendlich zu sein. Heute wissen wir es besser, viele richten sich aber immer noch nicht danach. Es gibt noch vieles zu tun für eine stabile Zukunft … für die Menschen, die Tiere, die Ökosysteme, das Klima. Es macht regelrecht Angst, wenn nach einem halben Jahr schon die Ressourcen für die zweite Jahreshälfte mit aufgebraucht sind. Jeder noch so kleine Schritt, jede Bemühung, seinen Fußabdruck zu verkleinern, muss daher unterstützt werden. Dafür setzte ich mich ein, sachlich und konstruktiv, ohne zu politisieren, ohne zu polarisieren, ohne eine Ideologie zu verfolgen. Der gesunde Menschenverstand sollte genügen.