STIHL meldet dreifachen Rekord für das Geschäftsjahr 2017

Umsatz, Absatz und Mitarbeiterzahl der STIHL Gruppe so hoch wie nie zuvor

STIHL präsentiert Produktneuheiten im Segment Smart Solutions

„Die STIHL Unternehmensgruppe erreichte 2017 mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 9,7 Prozent", verkündete der STIHL Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora bei der Bilanz-Pressekonferenz am 18. April in Waiblingen. Ohne Wechselkurseinflüsse hätte der Umsatzzuwachs 10,2 Prozent betragen. „Wir haben deutlich Marktanteile hinzugewonnen und unsere Spitzenposition in den Weltmärkten ausgebaut", so der Vorstandsvorsitzende. Wachstumstreiber waren neben benzinbetriebenen Geräten auch Akku-Produkte für Privatanwender. „Um unsere Produkte noch attraktiver zu machen, standen 2017 viele unserer Aktivitäten im Zeichen der Digitalisierung. Mit neuen Technologien und intelligenten Vernetzungen wollen wir einen echten Mehrwert für den Endanwender und unsere Fachhändler schaffen."

2017 war für STIHL ein dreifaches Rekordjahr.

STIHL übertrifft erstmals 10-Millionen-Stück-Marke beim Absatz.


Die STIHL Gruppe verzeichnete 2017 auf allen Kontinenten Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. „Im vergangenen Jahr haben wir erstmals weltweit mehr als 10 Millionen Motoreinheiten verkauft", betonte Dr. Kandziora. Im Benzin-Segment stieg der Absatz zweistellig, bei den Akku-Produkten hat er sich mehr als verdoppelt. „Mit dem erweiterten Akku-Produktprogramm konnten wir neue Kundengruppen erschließen. Auch die neu eingeführten Akku-Produkte für private Anwender erfreuen sich großer Beliebtheit und haben weltweit einen starken Nachfrageschub ausgelöst", berichtete der Vorstandsvorsitzende.
Zu den stärksten Märkten gehörten erneut Nordamerika und Westeuropa. In Asien und Ozeanien wurde ebenfalls überdurchschnittliches Wachstum erzielt. Die weltweit positive Entwicklung schlägt sich auch in der Mitarbeiterzahl nieder. Dr. Kandziora: „Bereits Anfang 2017 haben wir die 15.000-Marke übertroffen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 arbeiteten 15.875 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der STIHL Gruppe. Das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr."

Deutscher Markt weiter auf Wachstumskurs
Im deutschen Markt erzielte STIHL 2017 eine deutliche Absatz- und Umsatzsteigerung. „Das Geschäft bei Motorsägen entwickelte sich erfreulich. Auch der VIKING Roboter-mäher iMow und die neuen STIHL Akku-Rasenmäher, die im Zuge des Markenwechsels eingeführt wurden, stoßen bei Kunden auf positive Resonanz", erklärte der Vorstandsvorsitzende. „2018 werden wir mit neuen Produkten, starken Kampagnen und weiteren Investitionen in den Ausbau des Fachhandelsnetzes unsere Marktpositionierung ausbauen."

Weltweites Wachstum wirkt sich positiv auf das deutsche Stammhaus aus
Im Stammhaus, der ANDREAS STIHL AG & Co. KG, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent auf einen Rekordwert von 1,15 Milliarden Euro. Die Exportquote liegt mit 88,9 Prozent auf Vorjahresniveau. Die Belegschaft wuchs um 6,6 Prozent auf 4.654 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 arbeiteten in Waiblingen 3.618 Beschäftigte, in Ludwigsburg 278, in Prüm-Weinsheim 693 und in Wiechs am Randen 65. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wurden im vergangenen Jahr 120 und bis Ende März 2018 bereits über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. „Für das laufende Jahr rechnen wir im Stammhaus mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahl. In den Bereichen Connected Products, Akku, Elektronik und IT sollen in nächster Zeit mehr als 200 offene Stellen besetzt werden", gab Dr. Kandziora bekannt.

Gute Finanzstruktur erlaubt umfangreiche Investitionen
Das erhebliche Wachstum des Unternehmens macht umfangreiche Erweiterungen und Baumaßnahmen notwendig. 2017 belief sich das Investitionsvolumen in der STIHL Gruppe auf 248 Millionen Euro. Davon flossen rund 30 Prozent in das deutsche Stammhaus. Dem standen Abschreibungen in Höhe von 156 Millionen Euro gegenüber. „Mit einer Eigenkapitalquote von 70,2 Prozent ist unsere Kapitalstruktur unverändert gut. Wir sind ein ertragsstarkes unabhängiges Familienunternehmen und dank der zurückhaltenden Entnahmepolitik unserer Gesellschafter können wir alle Investitionen aus eigenen liquiden Mitteln finanzieren", unterstrich Dr. Kandziora. Die Mittel fließen unter anderem in den weltweiten Produktions- und Vertriebsverbund, in Forschung und Entwicklung sowie die IT-Infrastruktur. Das Unternehmen plant, bis 2021 weltweit über eine Milliarde Euro zu investieren.

Digitalisierung eröffnet langfristiges Potenzial für neue Geschäftsfelder
„Die Digitalisierung könnte in den nächsten Jahren die Wachstumslokomotive für STIHL werden. Wir beschäftigen uns bereits seit einigen Jahren mit der Digitalisierung – aber 2017 hat das Thema richtig Fahrt aufgenommen", erklärte Dr. Kandziora. „Im Zentrum unserer Aktivitäten stehen nach wie vor die Entwicklung und Fertigung robuster und zuverlässiger Produkte in der gewohnten STIHL Spitzenqualität. Diese Produkte machen wir mit Software und smarten Services noch attraktiver", hob der STIHL Vorstandsvorsitzende hervor. Das Potenzial dazu bietet die gesamte Wertschöpfungskette, beginnend bei Produktionsprozessen über smarte Produkte und neue Geschäftsmodelle bis hin zum Service und Vertrieb. „Besonders in den Geschäftsfeldern Smart Garden, Forst 4.0 und Advanced Landscaping sehen wir vielversprechende Möglichkeiten. Aber auch in den Bereichen Flottenmanagement, Diebstahlschutz und Optimierung der Wartungsintervalle gibt es großes Potenzial", so der STIHL Vorstandvorsitzende.

Neue Unternehmensstrukturen zur Beschleunigung der Digitalisierung
Um die Aktivitäten rund um die Digitalisierung zu bündeln und zu beschleunigen, hat STIHL neue Strukturen und Arbeitsabläufe etabliert. Im vergangenen Jahr wurden der neue Bereich Digitalisierung und die STIHL Digital GmbH gegründet. Diese Gesellschaft beteiligt sich an jungen Unternehmen, die digitale Geschäftsmodelle entwickeln und zur Produktreife bringen. Dr. Kandziora: „Darüber hinaus entwickeln wir konsequent unsere Prozesse weiter, um noch schneller und dynamischer agieren zu können. Beispielsweise haben wir im Unternehmen erste ‚Innovation Labs‘ etabliert, in denen interdisziplinär zusammengestellte Teams intensiv an neuen Geschäftsideen arbeiten."

Digitale Produktneuheiten im Segment Smart Solutions

Smart Garden Hub STIHL GCI 100 für effiziente Gartenbewässerung
Mit dem Smart Garden Hub STIHL GCI 100 präsentierte das Unternehmen eine intelligente Lösung, die, so Dr. Kandziora, „nicht nur die Bewässerung im heimischen Garten effizienter sowie kosten- und ressourcensparender gestaltet, sondern auch den Beginn einer Vision vom smarten Garten der Zukunft aufzeigt". Der STIHL GCI 100 steuert auf der Basis aktueller Wetterdaten die Bewässerung im Hausgarten und auf größeren Flächen wie Parkanlagen oder Sportplätzen. Bedient wird das intelligente System per App mit dem Smartphone oder Tablet. „Das vereinfacht die Grünpflege und reduziert den Wasserverbrauch im Garten um bis zu 50 Prozent", unterstrich der STIHL Vorstandsvorsitzende. Zudem lässt sich das Produkt mit dem VIKING Robotermäher iMow vernetzen, sodass Mäh- und Bewässerungsintervalle aufeinander abgestimmt werden können.
 

Umfangreiche Vernetzung durch STIHL connected
Mit STIHL connected eröffnet das Unternehmen Privatkunden neue Möglichkeiten bei der Wartung und Pflege ihrer Geräte. Das System besteht aus dem STIHL Smart Connector, der auf der Maschine angebracht wird und die Betriebsstunden erfasst und speichert, sowie einer STIHL App, an die Maschinendaten via Bluetooth übermittelt werden. Anwender haben so einen detaillierten Überblick über die Einsatzzeiten ihrer Geräte, können sich Wartungsempfehlungen anzeigen lassen und direkt über die STIHL App einen Servicetermin mit ihrem Fachhändler vereinbaren. Darüber hinaus können die Gerätedaten vorab übermittelt und Werkstattzeiten auf ein Minimum reduziert werden. „Für die besonderen Anforderungen professioneller Anwender entwickeln wir derzeit ein Angebot, das ein effizientes Flottenmanagement auf digitaler Basis ermöglicht und sowohl für Kunden als auch Fachhändler Vorteile bietet", teilte Dr. Kandziora mit.