Mähroboter im Winterquartier

8. November 2020

Im Spätherbst heißt es für den Mähroboter: "Ab in die Winterpause!" Was Sie bei der Überwinterung Ihres Mähroboters beachten müssen, erklärt die SÜMO auf der folgenden Seite.

Warum muss ein Mähroboter ins Winterquartier?


Warum ein Mähroboter ins Winterquartier muss, ist ganz einfach zu beantworten. Ein Mähroboter unterscheidet sich von Maschinen mit Verbrennungsmotor oder kabelgebundenen Elektomotoren durch die verbaute Elektronik. Nicht nur die Akkuleistung leidet unter der Kälte, sondern vor allem Feuchtigkeit, die in mitteleuropäischen Breitengraden ein natürlicher Begleiter des Winters ist, kann bei einem Mähroboter zu zerstörerischen Korrosionen im Akku und an den verbauten Elektronikplatinen führen.

Da bei Temperatur unter 5 Grad das Rasenwachstum sowieso aussetzt, besteht auch keine Notwendigkeit, den Roboter winterlichen Wetterbedingungen auszusetzen.

Wann muss ein Mähroboter ins Winterquartier?


Mähroboter sind aufgrund ihrer verbauten Elektronik und der Akkutechnik keine Freunde des Winters. Spätestens mit einsetzendem Nachtfrost sollte der Rasenroboter sein trockenes, frostfreies Winterquartier beziehen. Dazu sind ein paar Vorbereitungen notwendig, um eine problemlosen Wiedereinsatz im kommenden Frühjahr zu gewährleisten.

Welche Vorbereitungen sind vor der Winterpause notwendig?


Vor der Wintereinlagerung sollte der Mähroboter noch einmal gründlich gereinigt werden. Gerade nach einem trockenen Sommer hat Staub den Weg ins Innere des Roboters gefunden. Staub ist neben der Kälte und Feuchtigkeit ein weiterer Feind von elektronischen Bauteilen.

Bei der Reinigung sowohl des Mähwerkes als auch des Gehäuses wird häufig mit Wasser gearbeitet. Das sollte man bei einem Mähroboter allerdings nur sehr bedingt machen. Das Gehäuse und das Mähwerk mit einem feuchten Tuch abzuwischen, ist kein Problem. 

Mit Wasserschlauch oder gar Hochdruckreiniger darf ein Mähroboter nicht gereinigt werden.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, beauftragt einen Fachbetrieb mit der Reinigung und Inspektion des Roboters. Dort wird auch ein Softwarecheck und gegebenenfalls ein Update der Software durchgeführt. Einen Satz neue Messer sollte man dem Roboter zur nächsten Saison ebenfalls gönnen.

Ein Fachmann reinigt einen Husqvarna Automower fachgerecht
So sieht die fachmännische Reinigung eines Mähroboters beim Fachhändler aus.
Ein Fachmann führt einen Softwarecheck bei einem Husqvarna Automower durch
Der Fachmann führt einen Softwarecheck und gegebenenfalls ein Update der Software durch.

Was passiert mit der Ladestation in der Winterpause?


Im Idealfall sollten Sie die Ladestation ebenfalls abbauen und ins Trockene holen. Sie ist zwar witterungsresistenter als der Mähroboter, aber auch hier ist eine Platine verbaut.

1. Ladestation verbleibt im Garten

Sofern die Ladestation zum Beispiel durch eine Mährobotergarage geschützt ist, kann die Ladestation gegen Frost gesichert werden. Das erreicht man auch, wenn der Trafo eingesteckt bleibt. Die Stromversorgung der Ladestation erzeugt Wärme, die wiederum Frostschäden an der Platine vorbeugt.

Allerdings hat die Wärme in der Ladestation einen unerfreulichen Nebeneffekt. Nicht nur Elektronik überwintert in den Gärten, sondern auch sehr viele Tiere. Vor allem Insekten wie Ameisen finden sehr schnell heraus, das es sich in der warmen Mährobotergarage deutlich stressfreier überwintern lässt. Diese Untermieter können ebenfalls Schaden an der Station anrichten.

2. Ladestation wird abgebaut

Sofern die Ladestation abgebaut wird, ist zu beachten, dass die getrennten Anschlüsse der verlegten Kabel geschützt werden. Hier reicht es im Normalfall, die Kabelenden mit Isolierband zu umwickeln und zum Beispiel durch einen Plastikbeutel vor Nässe zu schützen.

Tipp: Markieren Sie die Kabel vor dem Trennen, um sich im Frühjahr den Wiederanschluss zu erleichtern!

Wie wird der Akku sicher überwintert?


Das Wichtigste neben der Reinigung des Mähroboters ist die sichere Überwinterung des Akkus. Dabei kommt es vor allem auf den jeweiligen Akku-Typ an:

Lithium-Ionen-Akkus

  • ... sollten vor der Einlagerung auf mindestens 75 % und höchstens 90 % geladen sein.
  • ... erfordern über den Winter ab und zu eine Kontrolle des Akkustands.
  • ... verkürzen ihre Lebensdauer bei völliger Entleerung des Akkus.
  • ... verfügen bei den meisten Herstellern über Ladekabel, um den Roboterakku auch ohne Einsatz der Ladestation aufzuladen. Das ist in dem Falle sinnvoll, wenn die Ladestation selbst im Garten überwintert.

Lithium-Eisenphosphat-Akkus

  • ... kommen z. B. in Robotern der Marken Robomow und Wolf Garten vor.
  • ... versprechen eine deutliche geringere Entladung.
  • ... dürften über den Winter keine Nachladenotwendigkeit ergeben.

Nickel-Metallhydrid-Akkus

  • ... werden eher selten in Mährobotern verbaut.
  • ... reagieren deutlich sensibler auf Ladeschwankungen.
  • ... bedürfen einer größeren Obacht über den Winter.

Wie sollte ein Mähroboter in der Winterpause gelagert werden?


Grundsätzlich wichtig für die Lagerung von Akkus, egal welcher Art ist, dass sie waagerecht gelagert werden. Die Idee, den Roboter schön ordentlich an einen Haken in der Garage zu hängen, sollte man verwerfen - am besten den Roboter so abstellen, wie er auch in Funktion steht.

Wintereinlagerung beim Fachmann


Wem die Wintereinlagerung seines Mähroboters zu aufwändig ist, sollte sich an seinen Fachhändler vor Ort wenden. Die meisten Fachbetriebe bieten eine Wintereinlagerung inklusive der notwendigen Roboterinspektion an.

Einen Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Fachhändler-Suche oben nebem dem SÜMO-Logo.

Husqvarna Automower werden in Regalen beim Fachhändler überwintert
Die meisten SÜMO-Fachhändler vor Ort bieten die Einlagerung von Mährobotern über den Winter an.