Winterdienst: Schneeräumgeräte Kaufberatung

2. November 2020

Jeden Winter stellen sich viele Grundstücksbesitzer wieder die Frage: Wie regel ich das mit dem Winterdienst? Schneefräse, Schneeräumschild, Kehrmaschine oder doch der einfache Handschneeschieber? Welches Gerät ist für wen das Richtige?

Der folgende Ratgeber-Artikel verschafft Ihnen einen ersten Überblick.

Wer ist für den Winterdienst zuständig?


Im Prinzip sind die jeweiligen Gemeinden zuständig, Schnee und Eis von Bürgersteigen, Gehwegen oder Zufahrten zu befreien. Fast alle Gemeinden in Deutschland haben diese Pflicht aber in ihren Satzungen an die Haus- und Grundstückseigentümer weitergegeben.

Meistens ist in den Satzungen auch geregelt, dass diese Arbeiten bis 7:00 Uhr morgens verrichtet sein müssen. Gerade Besitzer größerer Grundstücke mit entsprechend großen zu räumenden Flächen sehen sich so gezwungen, sehr früh morgens aktiv zu werden.

Welche Geräte eignen sich zur Schneeräumung?


Der Motorgeräte-Fachhändler stellt unterschiedliche Geräte als Hilfe für den Winterdienst zur Verfügung. Dabei hat der Haus- und Grundstücksbesitzer dann die Qual der Wahl - welches Gerät ist das Richtige?

Folgende Faktoren spielen eine Rolle:

  • Größe der zu räumenden Fläche
  • Eigene physische Kondition
  • Zeit

Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Geräte genauer vorgestellt.

Handschneeschieber:

Die einfachste Methode für überschaubare Flächen ist der klassische Handschneeschieber. Er bietet folgende Vorteile:

  • Preiswert
  • Wartungsfrei
  • Nimmt (auch in der Garage) nicht allzuviel Platz weg
Wer etwas größere Flächen räumen muss, kommt mit dem Schneeschieber aber schnell an seine eigenen physischen Grenzen. 

Auch die in das Schneeräumen zu investierende Zeit ist hier ein wesentlicher Faktor, sich motorische Hilfe für den Winterdienst anzuschaffen.

Kehrmaschine:

Im Flachland mit überschaubaren Schneehöhen empfiehlt sich die Anschaffung einer Kehrmaschine, die mittels rotierender Borsten nicht nur Schmutz sondern auch dem Schnee zu Leibe rückt. 

Der Vorteil der Kehrmaschine ist der Mehrfachnutzen. Mit der Kehrmaschine können folgende Dinge entfernt werden:

  • Schnee
  • Straßenstaub
  • Blätter
  • Grober Schmutz

Ab etwa 10 cm Schneehöhe aber ist die Kehrmaschine mit dem Räumdienst überfordert, so dass ein effektiveres Gerät zum Einsatz kommen muss.

Schneefräse/Schneeschleuder:

Gerade auch in bergigen Regionen greifen viele Grundstücksbesitzer zu einer Schneefräse oder Schneeschleuder. Die Funktionsweise einer Schneefräse basiert auf einer rotierenden Trommelschnecke, die nicht nur den Schnee abschabt, sondern dann zu einem Auswurfrohr befördert wird, mit dem der Schnee seitlich ausgeworfen wird. 

Der Einsatz einer Schneefräse ist nur sinnvoll, wenn auf der zu räumenden Fläche auch Bereiche vorhanden sind, wohin die Maschine den Schnee auswerfen kann. Das ist zum Beispiel bei größeren Parkplätzen oder beim Einsatz an der Grundstücksgrenze mit dem Auswurf des Schnees auf das eigene Grundstück möglich. 

Neben einfachen einstufigen Schneefräsen bietet der Fachhändler vor Ort auch mehrstufige Schneefräsen an, die zumeist auch die Anforderungen von gewerblichen Kunden abdecken und aufgrund ihrer Technik auch mit größeren Schneemengen fertigwerden. 

Schneefräsen haben u.U. folgende Nachteile:

  • Der relativ hohe Anschaffungspreis im Verhältnis zu der Nutzungszeit der Maschine

  • Ein weiteres Motorgroßgerät im Haushalt, das die meiste Zeit des Jahres ungenutzt bleibt

Schneeräumschild:

Eine viel genutzte Alternative ist die Ausrüstung eines bereits bestehenden Motorgerätes mit einem Schneeräumschild. Solche Ausbaustufen sind für zahlreiche Kehrmaschinen oder für den Rasentraktor erhältlich. 

Das Schneeräumschild macht aus dem vorhandenen Rasentraktor oder der Kehrmaschine ein winterdiensttaugliches Universalgerät. Je nach Zugänglichkeit der vom Schnee zu räumenden Fläche sollte der Grundstücksbesitzer hier entscheiden, welche Gerätekombination für ihn sinnvoll ist. 

So sind vor allem schmale Gehsteige oder enge Hauszugänge mit einem Rasentraktor-Schneeräumschild-Gespann nicht immer einfach zu erreichen, sodass die mit Schneeräumschild ausgestattete Kehrmaschine die bessere Wahl bedeuten kann. 

Beim Einsatz eines Rasentraktors mit Schneeräumschild muss ferner bedacht werden, dass dem Rasentraktor und vor allem dem Mähwerk Streusalze nicht zwingend gut tun. 

Die Möglichkeit, im Winterdienst das Mähwerk des Traktors zu demontieren, um dieses zu schonen, ist zwar in der Regel gegeben, bedarf dann aber meist des Hinzuziehens eines Fachbetriebes. 

Hier sind so genannte Frontmäher, bei denen das Mähwerk vorn angekoppelt wird und dieses bei Bedarf einfach gegen ein Schneeräumschild getauscht wird, eine gute Alternative zum Rasentraktor.

Artikel von TS Marketing & Consulting UG

Header-Bild: Husqvarna